WAS IST EINE KLANGSCHALE

Die Schalen erreichen ein Gewicht von etwa 150 Gramm bis zu mehreren Kilogramm, und sind im Durchmesser von fünf cm bis ca. 35 cm zu finden.

Es gibt äußerst seltene Exemplare, die noch schwerer und größer sind. Die traditionell hergestellten Klangschalen sind kunstvolle, aus verschiedenen Metallen gegossene und gehämmerte Metallschalen. 
Je nach Herstellungsgebiet und Religionseinfluss wurden für die Legierung unterschiedliche Metalle verwendet. Schalen, in den Gebieten hergestellt, in welchen der Buddhismus vorherrschte, enthalten die zwölf im Buddhismus wichtigen Metalle:

Die sieben Planetenmetalle Gold, Silber, Quecksilber, Kupfer, Eisen, Zinn, Blei, sowie fünf weitere im Buddhismus wichtige Metallen: Zink, Meteoreisen, Wismut, Bleiglanz, Pyrit. Weiters enthält diese Legierung noch zusätzlich ein Stück einer alten Klangschale als Information alten Wissens. Die so hergestellte Legierung wird in eine dicke Scheibe gegossen und anschließend von vier Handwerkern im warmen Zustand zu einer Klangschale getrieben. Um eine hochwertige Klangschale von ca. 2 kg zu erzeugen, benötigen vier Handwerker ca. 32 Stunden.

HERKUNFT DER KLANGSCHALEN

Der Ursprung der Klangschalen in Tibet und Nordindien liegt bis heute weitgehend im Dunkeln. Ihre ursprüngliche Funktion ist nicht vollständig geklärt. In der Literatur wird ihr Einsatz als Klangkörper oder Opferschale in rituellen Anwendungen aber auch die Verwendung als Essgeschirr diskutiert. Eindeutige Aussagen fand auch Peter Hess trotz jahrelanger Nachforschungen auf seinen zahlreichen Reisen im gesamten Himalayagebiet und den Besuchen von Klöstern nicht. Durch die verstärkte Nachfrage gibt es heute nur noch wenige alte Klangschalen in guter Qualität. Vielfach findet man neue Schalen, die weder der alten Metalllegierung entsprechen, noch in traditioneller Weise hergestellt.

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